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Headhunter-Blog: Infineon zeigt Führungsschwäche
AUFSICHTSRAT
Infineon: Aufsichtsrat kopflos?
Ist der Aufsichtsrat von Infineon, der ehemaligen HighTech-Sparte von Siemens, falsch besetzt? Immer mehr Kenner der äußerst schnellebigen Speichermedienbranche, die einem beinharten Verdrängungswettbewerb unterliegt, kommen zu diesem Schluss.
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Wird Aufsichtsratsboss Max Dietrich Kley abgesägt?
Eine Gruppe der Aufsichtsräte des Chipherstellers Infineon wollen Max Dietrich Kley, ihren Aufsichtsratsboss stürzen, was sich aber als kompliziertes Unterfangen mit einigen Fallstricken erweisen kann.
Ist Inineon Aufsichtsrat provinziell besetzt?
Glaubt man Insidern, so ist Infineon ein trauriges Beispiel für Führungsschwäche aufgrund von Fehlbesetzungen im Aufsichtsrat. Kaum vorstellbar aber wahr: In der wohl schnellebigsten und international am stärksten umkämpften Branche der Speichermedien und Chiphersteller ist im Infineon-Aufsichtsrat kein internationaler TOP-Manager vertreten. Vielmehr weht der gute alte Geist der Siemensianer noch durch die Chefetagen von Infineon.
Das jedoch soll sich nun ändern, der interne Kampf um die Macht eskaliert.
Aufsichtsratschef soll entmachtet werden
Chef-Kontrolleure von Infineon fordern die Ablösung ihres mächtigen Aufsichtsratschefs Max Dietrich Kley, rechtlich ein schwieriges Unterfangen, denn nur Gericht oder Hauptversammlung können den Chef eines Aufsichtsrats abberufen. Oder aber zwei Drittel der Mitglieder des Aufsichtsrats stimmen gegen ihren Chef. Der bliebe dann einfaches Mitglied im Aufsichtsrat. Einige Aufsichtsräte fordern einen radikalen personellen Neuanfang bei Infineon, auch an der Spitze des Aufsichtsrates. Kley, allerdings ist damit gar nicht einverstanden und er weiss sich zu wehren.
Max Dietrich Kley will Chefposten bei Infineon behalten
Er wolle seinen Chefposten behalten, teilte er mit, und er plane keinen Rücktritt und sei im Aufsichtsrat nicht umstritten. Vielmehr kündigte Kley an, gegen ein Mitglied des Kontrollgremiums vorgehen zu wollen, da dieses die deutsche Presse anhaltend mit Indiskretionen füttere, was ein nachhaltiger Verstoß gegen seine Verschwiegenheitspflicht wäre.
Der Streit droht zu eskalieren und ein Show Down in Wild-West-Manier ist nicht mehr auszuschließen. Ob das jedoch Endzeitstimmung und krisenhafte Entwicklung bei Infineon mit galloppierendem Verlust an Marktanteilen aufhalten kann, darf mehr als bezweifelt werden. In Erwartung eines Führungswechsels stieg der Aktienkurs in den letzten Tagen immerhin um einige Punkte an.
Für Headhunter sind krisengeschüttelte Unternehmen wie Infineon willkommene Opfer: Die besten Mitarbeiter verlassen das Schiff erfahrungsgemäß am schnellsten, sobald ihnen interessante und lukrative Aufgaben bei der Konkurrenz angeboten werden. Für Infineon wäre es damit der beste Schutz vor Abwerbungen endlich klare Perspektiven zu entwickeln und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu demonstrieren.
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