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Headhunter-Blog: Fusions-Strategien
MERGER UND FUSIONEN
Fluktuation und Integrationsstrategie nach Mergern und Fusionen
Post-Merger-Integration, Fusions-Strategie und Integrations-Strategie sind das Stichwort, um nach Firmen-Übernahmen, Mergern und Fusionen unerwünschte Abwanderung guter Mitarbeiter zu verhindern.
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Fluktuation und Abwanderung der Besten
Häufig kommt es nach Ankündigung größerer Umstrukturierungen oder Fusionen und anderer Änderungen zu einer signifikanten Abwanderung besonders der besten Mitarbeiter, der Leistungsträger und Führungskräfte des Unternehmens.
Wer Angst hat um seinen Job, wem nicht rechtzeitig tatsächliche Perspektiven aufgezeigt wurden, der kann im Fall von Mergern und Fusionen gar nicht anders, als sich über berufliche Alternativen ernsthaft und zielgerichtete Gedanken zu machen und seine eigene Fusionsstrategie zu entwickeln. Gerade im Bereich der Führungskräfte wird kräftig abgespeckt: Manche Unternehmens-Bereiche fallen komplett weg, andere braucht man eben nur noch einmal.
Fusionsstrategie und Integrationsstrategie
Nirgendwo wird bei Fusionen und Firmenübernahmen so hemmungslos gelogen wie bei der Frage nach der Fusionsstrategie und der Integrationsstrategie. Das fängt schon damit an, dass man Übernahmen irreführenderweise als "Merger of Equals" bezeichnet, um die Mitarbeiter bei Laune zu halten.
Es liegt auf der Hand, dass es neben der offiziell verkündeten Fusions-Strategie häufig eine zweite, inoffizielle - die wahre - Integrations-Strategie gibt. Die offizielle Fusionsstrategie gibt wieder, was Führungskräfte, Öffentlichkeit, Politik, Gewerkschaften und Verbände sowie Mitarbeitern am liebsten hören wollen. Die inoffizielle Fusionsstrategie ist das wahre Konzept, mit dem man die Fusion zum Erfolg führen möchte. Zwangsläufig entsteht durch die oft erhebliche Diskrepanz der beiden Fusionsstrategien à la longue ein Glaubwürdigkeitsproblem der Strategen in der Geschäftsleitung und die Loyalität zum Unternehmen wird untergraben.
Strategie: Best of Both Worlds
Dieser Weg schmeichelt - scheinbar - den übernommenen Miarbeitern, ist aber auch der mühsamste und aufwendigste Weg der Integration: Auch bei der Besetzung von Führungspositionen müssen glaubwürdig die Besten ausgewählt werden. Die Frage ist wer sind die Besten, mit welchen Methoden wird das festgestellt und wer sind die Besten für das neue Unternehmen die neue Unternehmensphilosophie. Will das übernehmende Unternehmen an der eigenen Philosophie überhaupt etwas ändern oder will es nur neue Märkte, Produkte, Services erobern oder die Manpower erhöhen. Mich macht das Verkünden der Integrations-Strategie: "Best of Both Worlds" immer misstrauisch, denn oft ist es diese Strategie, die nicht die wahre Fusions-Strategie ist.
Für Mitarbeiter aller Ebenen in beiden Unternehmen ist es bei der Strategie: "Best of Both Worlds" unbedingt erforderlich Kontakte zu Headhuntern zu knüpfen, da keiner weiss, wie das alles entschieden wird. Dieser nur vernünftige Selbstschutz der Mitarbeiter kann für das Unternehmen ein Problem darstellen: Möglicherweise geht der bessere dann doch zur Konkurrenz, weil ihm das Auswahlverfahren zu unsicher ist, weil es ihn blockiert und demotiviert und weil er ein lukratives Angebot mit hochinteressanten Perspektiven über einen Headhunter erhalten hat.
Strategie: Eingliederung des "geschluckten" Unternehmens
Dieses autoritäre und deswegen häufig kritisierte Verfahren bietet allen Beteiligten auf den zweiten Blick deutliche Vorteile: Die einen wissen, dass sie keine Zukunft haben und sich einen neuen Job suchen müssen, die anderen brauchen sich deutlich weniger Sorgen machen. Die "Strategie: "Eingliederung des "geschluckten" Unternehmens" geht wesentlich schneller und danach herrscht wieder Ruhe auf dem Schiff.
Bewerber, Headhunter und Konkurrenzunternehmen profitieren
Egal welche Strategie zur Anwendung kommt: Headhunter und Personalberater im Executive Search profitieren von jedem Merger, denn sie nutzen die meist sehr berechtigte Verunsicherung der Mitarbeiter gezielt, um hochqualifizierte Kandidaten anzusprechen und bei Konkurrenzunternehmen zu präsentieren.
Ungeschickt, wer da bei einem lukrativen Angebot nicht wechselt. Ungeschickt, wer nicht nutzt, dass sein Marktwert bei Personalberatern im Executive Search und Headhunters allein schon durch die Tatsache der Fusion deutlich anzieht. Ungeschickt, wer den günstigen Anlaß nicht nutzt, einen leichten Gesprächseinstieg und Unterstützung durch Headhunter zu gewinnen.
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