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Headhunter-Blog: Commerzbank - Blessing neuer Chef
COMERZBANK: NEUER VORSTAND
Commerzbank: Blessing wird neuer Chef
Das für Martin Blessing zunächst gar nicht so sichere Rennen um die Nachfolge von Klaus-Peter Müller, dem Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank ist gelaufen: Mit der Hauptversammlung im kommenden Jahr soll Blessing Vorstandsvorsitzender der Commerzbank werden. Sein Vorgänger Müller löst Martin Kohlhaussen als Chef des Aufsichtsrats ab, der wegen Erreichens der Altersgrenze mit dann 72 Jahren ausscheidet.
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Martin Blessings Banklaufbahn
Gäbe es nicht ein oder zwei dunkle Punkte, könnte man Martin Blessings Weg an die Spitze der Frankfurter Commerzbank, der zweitgrößten Bank Deutschlands als Bilderbuchkarriere bezeichnen: Sohn einer renommierten Fankfurter Bankiersfamilie studiert nach einer Lehre bei der Dresdner Bank BWL in Frankfurt, Chicago und St. Gallen. Nach sieben erfolgreichen Jahren als Berater bei McKinsey kommt er nach einer Zwischenstation bei der Dresdner Bank 2001 zur Commerzbank. Dort verantwortet er als Vorstand nacheinander die Kernbereiche Privatkunden und Mittelstand.
Blessing der Kronprinz der Commerzbank
Keine Frage, trotz der hausinternen starken Konkurrenz - mehrere Vorstandsmitglieder unter 50 Jahren, vor allem Achim Kassow (Vorstand Privatkunden) und Eric Strutz (Finanzvorstand) mit außergewöhnlichen Erfolgen - war Martin Blessing der Kronprinz und wurde heute mit 44 Jahren als künftiger Vorstandsvorsitzender nomminiert.
Analyse und strategisches Denken
Dabei musste auch er in seiner Laufbahn einige Blessuren einstecken: Mit Mitte 30 wollte Blessing Privatkundenvorstand bei der Dresdner Bank werden und unterlag Andreas Georgi. Er wechselte dann zur Direktbank-Tochter der Dresdner, zur Advance Bank nach München, die jedoch auch unter Blessings Ägide keine Erfolgsgeschichte wurde.
Hier profitierte Blessing von seiner harten Zeit als erfolgreicher McKinsey Berater: Seine außergewöhnliche Analysefähigkeit und sein strategisches Denken halfen ihm aus Misserfolgen neue Perspektiven und Ziele zu entwickeln und umzusetzen.
Netzwerker Blessing
Was Blessing bei der Dresdner zum Durchbruch fehlte, ein funktionierendes persönliches Netzwerk, baute er sich bei der Commerzbank systematisch von Anbeginn auf und es gelang ihm die richtigen Verantwortungsbereiche für sich zu sichern.
Die jüngeren Erfolge Blessing gaben wohl den Ausschlag für seine Nomminierung zum künftigen Vorstandsvorsitzenden:
- Dem Privatkundengeschäft der Commerzbank gab er entscheidende Impulse.
- Das Fimenkundengeschäft prägte er nachhaltig und drückte der Bank das Etikett "Mittelstandsbank" auf.
- Mit der erfolgreichen Integration der Immobilienbank Eurohypo verantwortete er eine der wenigen wirklich erfolgreichen Bankenübernahmen in Deutschland.
- Blessing ist darüber hinaus für das Osteuropageschäft verantwortlich, eine Region, in der die Commerzbank besonders stark wächst.
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