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Headhunter-Blog: Boni für Banker
BONI DER BANKER
Kreditkrise: Steigen Boni für Banker trotzdem?
Die amerikanischen Investmentbanken Goldman Sachs, Lehman Brothers, Morgan Stanley und Bear Stearns haben die Bonuszahlungen an Mitarbeiter in 2007 um 14 % erhöht und schütteten insgesamt etwa 50 Billionen US$ aus.
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Branchenexperten erwarten niedrigere Boni durch Finanzkrise
Die Gemengelage ist insgesamt unübersichtlich: Branchenexperten gehen von teilweise deutlich niedrigeren Boni als 2006 aus. Dagegen erwarten Banker mehrheitlich keine Einschränkungen bei ihrem persönlichen Bonus. Im Gegenteil: mehr als die Hälfte der Banker in Deutschland gehen davon aus, dass sie persönlich für 2007 einen höheren Bonus erhalten werden und damit das Rekordjahr 2006 noch toppen werden. Nur knapp 12% befürchten niedrigere Gratifikationen.
Dazu sagt Özcan Acikel, Geschäftsführer des Frankfurter Büros der internationalen Personalberatung Smith & Jessen Headhunters: "Die Banken haben in diesem Jahr aufgrund ihrer in der Kreditkrise begründeten Gewinneinbußen einfach weniger Geld zu verteilen. Dies werden die meisten Banker in ihrem Geldbeutel zu spüren bekommen. Der Bonuspool wird um bis zu 40% kleiner ausfallen". Acikel meint weiter, dass alle Bereiche der Banken davon betroffen sein werden, auch wenn die im jeweiligen Bereich erwirtschafteten Gewinne eine Kürzung der Sonderzahlungen möglicherweise nicht rechtfertigen würden.
Hohe Erwartungen der Banker unrealistisch
Die hohen Erwartungen der Banker an die Bonuszahlungen hält Acikel daher für überzogen: "Der mit Abstand größte Teil der Banker wird Abschläge hinnehmen müssen, auch solche, die persönlich eine gute Performance aufweisen können."
Selbstredend wirken sich Boni direkt auf die Motivation der Banker aus und manche Bank werde mit der Höhe der Bonifikation bewusst deutliche Signale senden. "Wer 70% weniger Bonus als 2006 oder gar überhaupt keine Sonderzahlung erhält, sollte für eine Alternative offen sein", so Acikel.
Die Deutsche Bank hat bereits im 3. Quartal bei den Personalkosten eine Milliarde Euro eingespart: In erster Linie durch niedrigere Boni. Diese sind im Unterschied zu Entlassungen ohne Folgekosten direkt umsetzbar, da keine Abfindungen zu bezahlen sind. Im Gegensatz dazu planen US-Banken Entlassungen im großen Stil, was durch die Unterschiede in Unternehmenskulturen und Personalpolitik in Europa und den USA und durch stärker schwankende Gewinne bei Investmentbanken zu begründen ist.
Mit Sicherheit wird die Bonusrunde 2007 für viele eine mehr oder weniger komplette Enttäuschung werden. Es ist daher davon auszugehen, dass sich das Personalkarussel schneller drehen wird.
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