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Coaching-Blog: Erwartungen an Führungsposition 

BEWEGGRüNDE FÜR FÜHRUNGSPOSITION

Talente erkennen - Führungsposition finden

"Ich muss hier weg. Hier werde ich nichts mehr erreichen." So gut wie jeder hat irgendwann im Leben eine Phase, in der er sich öfters mit solch destruktiven Gedanken herumschlägt. Ein diffuses Gefühl permanenter Unzufriedenheit ist meist die Quelle dieser energieraubenden Empfindungen, Gedanken und Gefühle.


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Suche nach Führungsposition - aber wie?

Begeben Sie sich aus unbefriedigenden Gefühlen auf Stellensuche: Wollen Sie eine satte Gehaltserhöhung? Suchen Sie eine prestigeträchtige Position, die Ihr Ansehen im Freundeskreis erhöht? Ohne Ihre Ausgangssituation genau zu analysieren und zu bewerten, ohne Ihre Ziele möglichst exakt zu erkennen und zu beschreiben, werden Sie bald wieder unzufrieden mit Ihrer beruflichen Situation sein.

1. Schritt: Bewerten Sie Ihre Ausgangsposition

Oft ist es leichter sich in einem ersten Schritt seine Ausgangsposition bewusst zu machen, indem man beschreibt, was man nicht oder nicht mehr möchte. Zu beschreiben, was man anstrebt und bevorzugt, was man konkret erreichen will, ist für viele Menschen ungleich schwerer.

Am besten Sie nehmen Stift und Papier in die Hand und schreiben Ihre Beweggründe, weshalb Sie sich eine neue Aufgabe suchen wollen in drei Hautgruppen nieder. Wir sprechen hier bewusst von "Beweg"gründen, denn Ihr Ziel ist, sich zu bewegen. Unterscheiden Sie inhaltliche Beweggründe, soziale Beweggründe und finanzielle Beweggründe, und Sie werden bald Licht ins Dunkel bringen. So werden Sie leichter die für Sie wirklich wichtigen Ziele erkennen und Sie trainieren damit Ihr Unterbewusstsein für bevorstehende Bewerbungsgespräche.

Inhaltliche Beweggründe

Inhaltliche Beweggründe haben mit Ihren Aufgaben zu tun. Haben Sie sich weiterentwickelt, ohne dass Ihre Aufgaben mitgewachsen sind? Haben sich die Schwerpunkte Ihrer Aufgaben in eine Richtung entwickelt, die Ihnen nicht liegt? Fühlen Sie sich unterfordert oder überfordert? Oder sehen Sie inhaltliche Diskrepanzen mit Ihren Vorgesetzten oder mit den Unternehmenszielen. Beschreiben Sie möglichst genau, was Sie nicht mehr zufriedenstellt und welche Entwicklungen (z.B. Restrukturierungen, neue strategische Ausrichtung des Unternehmens) dazu geführt haben, dass Sie das heute so sehen.

Soziale Beweggründe

In jedem Unternehmen menschelt es. Zu den sozialen Beweggründen gehört alles, was mit Menschen zu tun hat, Menschen, mit denen Sie nicht (mehr) können. Vielleicht Ihr neuer Vorgesetzter, vielleicht die Erfahrung von Mobbing oder Bossing in Ihrer Abteilung, oder Sie sind selbst von Mobbing betroffen, oder das Betriebsklima hat sich verändert, oder Sie kommen - vielleicht auch, weil Sie selbst sich weiterentwickelt haben - mit der Unternehmenskultur nicht mehr klar. Oder Sie ernten nicht die Anerkennung, die Sie eigentlich verdienen, fühlen sich nicht im nötigen Maß unterstützt. Diese Gesichtspunkte listen Sie unter sozialen Beweggründen auf. Beschreiben Sie möglichst genau wie es zu Ihrer Unzufriedenheit gekommen ist.

Finanzielle Beweggründe

Haben Sie das Gefühl, das Ihr Einkommen incl. allen zusätzlichen materiellen Anerkennungen dem entspricht, was Sie verdienen? Sehen Sie Ihr Engagement angemessen entlohnt? Werden Sie angemessen an den Erfolgen Ihrer Arbeit beteiligt? Wer das Gefühl hat, nicht angemessen zu verdienen, der hat zumindest einen starken Grund sich umzuorientieren. Oder wollen Sie sich und Ihrer Familie einen höheren Lebensstandard erwirtschaften und streben deshalb nach mehr Verantwortung und höherem Einkommen? Schreiben Sie auch das alles auf.

Beweggründe für Jobwechsel hinterfragen

Je genauer Sie Ihre wahren Beweggründe für den Jobwechsel hinterfragen, desto besser können Sie Ihre Erwartungen an eine passende Führungsposition formulieren. Folgende Fragen nutzen Sie bitte als Anregung, um weitere für Sie relevante Fragen zu formulieren und zu beantworten:

  • Ich gehe öfters ungern in die Firma, weil ...
  • An meinem Arbeitsplatz nervt mich, dass ...
  • Vor einem Meeting graust mir, weil ...
  • An den Entwicklungen der letzten Zeit stört mich besonders, dass...
  • Mit unserer Unternehmenskultur stimme ich in folgenden Punkten nicht (mehr) überein ...
  • Das letzte Mal als ich mich so richtig geärgert habe, ...
  • Mit diesen Kollegen (Mitarbeitern, Vorgesetzten) "kann" ich einfach nicht: ...
  • An Herrn / Frau Maier stört mich besonders: ...
  • An meinen Aufgaben stört mich, dass ...
  • Mein Einsatz wird nach meiner Meinung materiell/finanziell nicht ausreichend anerkannt, weil ich ...
  • Ich fühle mich unterfordert, weil ...

2. Schritt: Erwartungen an passende Führungsposition formulieren

Sie haben sich nun detailliert damit beschäftigt, was Sie an Ihren derzeitigen beruflichen Aufgaben stört. Es ist nun Zeit die Sichtweise zu wechseln und aufzuschreiben, was Ihre Idealvorstellung von einer neuen Führungsposition wäre. Das geht nun ganz einfach: Sie müssen meist nur noch herausfinden was das Gegenteil von dem wäre, was Sie stört. Das schreiben Sie dann auf.

Mit diesen Erkenntnissen tanken Sie Ihre Akkus und programmieren Sie Ihr Unterbewusstsein. So werden Sie schon im nächsten Telefonat mit einem Headhunter oder einem potentiellen Arbeitgeber konkrete Fragen in die für Ihre beruflichen Ziele richtige Richtung stellen. Damit machen Sie sich für die Positionen und Aufgaben zum interessanten und qualifizierten Bewerber, die auch für Sie interessant und herausfordernd sind.

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